Umsatzsteuer-Neuigkeiten

Neuigkeiten zum Thema “Umsatzsteuer international”.


Italien | Neue vierteljährliche Umsatzsteuererklärung für 2017 von Steuerbehörden bestätigt

Nach einer Veröffentlichung durch die italienischen Steuerbehörden am 26.03.2017 wurde nun bestätigt, dass ab 2017 eine neue, vierteljährliche Umsatzsteuererklärung (Comunicazione IVA trimestrale) abgegeben werden muss. Die erste Frist hierfür ist der 31.05.2017.

Demnach muss jeder diese neue Steuererklärung einreichen, wobei der einzige Unterschied hierbei ist, dass bei vierteljährlicher Einreichung nur ein Formular pro Quartal notwendig ist, bei monatlicher Einreichung hingegen drei Formulare für jeden Monat des Quartals notwendig sind. Diese neue Art der Steuererklärung wird die folgenden Informationen enthalten:
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Großbritannien | Umsatzsteuer-Maßnahmen im Budget angekündigt

Mit dem britischen Haushaltsplan vom Frühjahr verkündet der Schatzkanzler neue Maßnahmen, um gegen die Umsatzsteuer-Hinterziehung und -Umgehung vorzugehen. Zudem sollen die Schwellenwerte für An- und Abmeldung angehoben werden.

Umsatzsteuer-Hinterziehung

Eine der Maßnahmen bezieht sich darauf, die Bestimmungen für die Nutzung und Auswertung der B2C-Mobilfunkservices zu streichen. Die Änderung ist in der Tatsache begündet, wie uneinheitlich die britische Umsatzsteuer für die Mobilfunknutzung von britischen Bürgern erhoben wird. Sie ist zu zahlen, wenn sich die britischen Bürger im EU-Ausland aufhalten, aber nicht, wenn sie sich außerhalb der EU befinden. Stattdessen wird die britische Umsatzsteuer künftig für alle anfallenden Gebühren dieser Dienste erhoben. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Mobilfunkunternehmen diese Uneinheitlichkeit nicht ausnutzen können, um die britische Umsatzsteuer zu umgehen. Die Regelungen für die britische Umsatzsteuer sollen den international anerkannten Konzepten entsprechen. Weitere Einzelheiten dazu werden in Kürze veröffentlicht.

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Belgien | Vierteljährliche Umsatzsteuervorauszahlungen enden am 1. April 2017

Der belgische Finanzminister Johan Van Overveldt hat bekannt gegeben, dass Steuerzahler, die derzeit vierteljährliche Vorauszahlungen der Umsatzsteuer tätigen, dies ab dem 1. April 2017 nicht mehr tun müssen.

Stattdessen wird eine Vorauszahlung für das 4. Quartal am 20. Dezember fällig, welche genauso hoch ausfällt, wie die gezahlte Umsatzsteuer im 3. Quartal.

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Estland | Anhebung der MwSt-Registrierungsschwelle

Auf Vorschlag der Regierung Estlands schlägt die Europäische Kommission vor, Estland die Befugnis zu erteilen, eine höhere MwSt-Registrierungsschwelle für lokale, kleine Unternehmen einzuführen.

Laut Erwartungen wird die Anhebung ab dem 1. Januar 2018 gültig sein und wird dazu führen, dass Unternehmen, die 40.000 € Umsatz oder weniger verzeichnen, keine MwSt-Registrierung benötigen.Dies stellt einen Anstieg des derzeitigen Schwellenwerts um 16.000 € dar.


Frankreich | Prüfungen von Anträgen auf Mehrwertsteuererstattung

Artikel 17 des 2016 geänderten Finanzgesetzes berechtigt die französischen Steuerbehörden dazu, Prüfungen von Anträgen auf Mehrwertsteuererstattungen von Steuerzahlern in ihren eigenen Räumlichkeiten durchzuführen.

Zuvor standen französischen Steuerbehörden nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung: eine Prüfung der Konten und eine Prüfung der Unterlagen. Man hofft duch diesen neuen Ablauf die Anzahl von Betrugsfällen zu verringern.


Frankreich | Rückgang der Mehrwertsteuer auf Benzin

Über die nächsten fünf Jahre wird der Mehrwertsteuersatz auf Benzin schrittweise an den auf Diesel angewendeten Mehrwertsteuersatz angepasst.

Für Pkw beträgt der Rückgang im Jahr 2017 10 %, 20 % im Jahr 2018, 40 % im Jahr 2019, 60 % im Jahr 2020 und 80 % im Jahr 2021. Für Nutzfahrzeuge beginnt der Rückgang im Jahr 2018 mit 20 % und erreicht im Jahr 2022 100 %.


Frankreich | Einführung des neuen Reverse-Charge-Verfahrens auf Import-MwSt

Das geänderte Finanzgesetz des Jahres 2016 ermöglicht allen Steuerzahlern, einen Vorteil aus der Verlagerung der Steuerschuldnerschaft der Mehrwertsteuer auf Importe zu ziehen.

Ab 01.01.2017 können Importeure Güter einführen, ohne die Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt des Imports an die Zollbehörde zu leisten. Stattdessen wird die Mehrwertsteuer in der jährlichen Mehrwertsteuererklärung angegeben. Um aus dieser neuen Regelung Nutzen zu ziehen, werden die Importeure sich für eine Autorisierung bewerben müssen und vier gesetzlich festgelegte Bedingungen erfüllen müssen.


Saudi-Arabien | Neue Mehrwertsteuer-Reform genehmigt

Die saudisch-arabische Regierung hat eine Vereinbarung zur Mehrwertsteuer abgesegnet. Diese wurde von den Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrats (GCC) unterstützt und wird im ersten Quartal 2018 in Kraft treten.

Nach den Absprachen der sechs GCC-Mitgliedstaaten (Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) von Juni ist zu erwarten, dass für alle Produkte und Dienstleistungen (mit Ausnahme von bestimmten Gütern wie Lebensmitteln sowie des Bildungs- und Gesundheitswesens) ein Mehrwertsteuersatz von 5 % gelten wird.

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