Umsatzsteuer-Neuigkeiten

Neuigkeiten zum Thema “Umsatzsteuer international”.



Norwegen | Vereinbarung zur Umsatzsteuer-Zusammenarbeit wird besiegelt

Im Bezug auf unseren vorhergehenden Bericht und in Übereinstimmung mit der Ankündigung der EU-Kommission in ihrem Umsatzsteuer-Aktionsplans am 7. April 2016, (zur Bekämpfung des Steuerbetrugs, insbesondere im E-Commerce Sektor und für die bessere Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern) wurde am 26. Oktober 2017 ein neuer Vorschlag zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Norwegen veröffentlicht.

Die Vereinbarung umfasst die administrative Zusammenarbeit im Bereich der Umsatzsteuer zwischen den Steuerbehörden der EU-Mitgliedstaaten und Norwegen. Die Zusammenarbeit der Steuerbehörden soll erleichtert werden, indem ihnen gesetzlich erlaubt wird, Daten und Hilfsmittel zu teilen, um den Betrug zu bekämpfen und sich gegenseitig in offenen Fällen zu unterstützen.

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Niederlande | Einschränkung des 6% Umsatzsteuersatzes für Arzneimittel

Die niederländischen Steuerbehörden wollen den Umfang an Arzneimitteln, die unter den reduzierten Umsatzsteuersatz von 6% fallen, einschränken.

Die Anwendung der Qualifikation „Arzneimittel“ im Hinblick auf die umsatzsteuerliche Behandlung hängt davon ab, ob ein Produkt den Kunden als „Arzneimittel“ präsentiert wird.

In diesem Kontext wurden Produkte wie Zahncreme, die Natriumfluorid, sowie Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Filtern bisher vom Obersten Gerichtshof der Niederlande zum Zweck des auf 6% reduzierten Umsatzsteuersatzes als „Arzneimittel eingestuft. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass die niederländischen Umsatzsteuerregeln neu aufgestellt werden, um den Umfang an Produkten, die unter den reduzierten Umsatzsteuersatz fallen können, einzuschränken.


Niederlande | Antrag zur Erhöhung des reduzierten Umsatzsteuersatzes ab 2019

Die vor Kurzem veröffentlichte holländische Koalitionsvereinbarung beinhaltet eine Anhebung des reduzierten Umsatzsteuersatzes von 6% auf 9%.

Der reduzierte Umsatzsteuersatz gilt, neben anderen Produkten und Dienstleistungen, für Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke, Arzneimittel, Bücher, Zeitungen und Magazine sowie landwirtschaftliches Saatgut und Gartenbausaatgut. Es wird erwartet, dass diese Erhöhung im Januar 2019 in Kraft tritt.


Großbritannien | Einführung der „Fulfilment House Due Diligence Scheme“

Wie in unserem vorherigen Bericht dargelegt, hat der HMRC eine konzentrierte Anstrengung unternommen, um betrügerische Handlungen und Umsatzsteuer-Ausfälle, die mit dem E-Commerce-Markt in Verbindung stehen, zu bekämpfen.

Anschließend kündigte die Regierung die Einführung des „Fulfilment House Due Diligence Scheme (FHDDS) an. Diese neue Maßnahme, die Teil des Haushaltsgesetzes 2017 ist, versucht das Problem von Waren zu bekämpfen, die in die EU importiert und anschließend an Kunden in Großbritannien verkauft werden, ohne dass die Umsatzsteuer für den Verkauf abgeführt wird.

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Frankreich | Aktualisierung Umsatzsteuer-Betrugspräventionssoftware wird ab Januar 2018 eingeführt

In Ergänzung zur Veröffentlichung vom 6. Juli 2017 hinsichtlich der Einführung einer Umsatzsteuer-Betrugspräventionssoftware in Frankreich, haben die französischen Steuerbehörden beschlossen, diese Anforderung zu ändern, um sie einfacher zu gestalten.

Diese Änderung ist Gegenstand einer neuen Gesetzgebung, die am Ende des Jahres veröffentlicht wird.

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Portugal | Reduzierung der Ausfuhrregelung für den Einzelhandel

Ein Teil des am 13. Oktober 2017 dem Parlament präsentierten Haushaltsvorschlags enthält eine Änderung der Ausfuhrregelung für den Einzelhandel, auch bekannt als „Verkauf zollfreier Waren“.

Die Umsatzsteuer-Ausfuhrregelung für den Einzelhandel erlaubt nicht-EU Reisenden (oder EU-Emigranten) bei ihrer Abreise aus der EU eine Erstattung der Umsatzsteuer, die beim Kauf für bestimmte Waren in Portugal angefallen ist.
Die im Haushaltsplan genannte Änderung sieht vor, dass der Schwellenwert ab dem 1. Januar 2018 von 75 € auf 50 € reduziert wird.


Norwegen | Einführung der SAF-T-Übermittlung

Es wird erwartet, dass die norwegischen Steuerbehörden ab dem 1. Januar 2018 die SAF-T-Übermittlung für Unternehmen, die für die Umsatzsteuer registriert sind, einführen werden.

Diese Pflicht wird für Unternehmen mit einem Umsatz von über 5 Millionen NOK oder über 600 Dokumenten gelten. Auch wenn Unternehmen ihre Buchhaltungsdaten elektronisch abspeichern, müssen sie die SAF-T übermitteln, selbst wenn sie den Schwellenwert nicht überschreiten.

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EU | Europäische Kommission informiert über wichtige Reform des EU-Umsatzsteuersystems

Die Europäische Kommission hat Informationen über einige neue Reformen des aktuellen Rahmenwerks für die EU-Umsatzsteuer veröffentlicht.

Sie möchte damit die Steuerhinterziehung bekämpfen und den grenzüberschreitenden Handel für Unternehmen reibungsloser gestalten.

Das aktuelle Umsatzsteuersystem wurde gemeinsam mit dem EU-Binnenmarkt konzipiert und eingeführt. Dieses harmonisierte Rahmenwerk für die Umsatzsteuer sollte die mit der Freizügigkeit von Waren und Dienstleistungen verbundenen Herausforderungen folgendermaßen angehen:

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Norwegen | Vorschlag zur Erhöhung der stark ermäßigten Umsatzsteuerrate

Am 12. Oktober 2017 hat die norwegische Regierung ihren Vorschlag für den Haushalt 2018 vorgestellt und eine Erhöhung des stark ermäßigten Steuersatzes von 10% auf 12% vorgeschlagen.

Dieser stark ermäßigte Steuersatz gilt für kulturelle Dienstleistungen, wie z.B. Eintritt für Kino und Museen, Hotelunterbringung sowie öffentliche Verkehrsmittel. Wird der Vorschlag angenommen, dann tritt die Erhöhung ab dem 1. Januar 2018 in Kraft.