Umsatzsteuer-Neuigkeiten

Neuigkeiten zum Thema “Umsatzsteuer international”.


Kroatien | Erhöhung der USt.-Grenze

Die kroatischen Steuerbehörden haben in einem Brief an die Europäische Kommission um Genehmigung gebeten, ab dem 1. Januar 2018 die nationale Umsatzsteuerschwelle auf 45.000 EUR (bzw. den entsprechenden Betrag in der Landeswährung zum Wechselkurs am Beitrittstag) zu erhöhen. Die derzeitige Umsatzsteuergrenze beträgt 35.000 EUR. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass dieser Grenzwert nur für kroatische und nicht für ausländische Firmen gilt. Durch die Erhöhung der Steuergrenze sollen sich Verwaltungsaufwand und Steuerbefolgungskosten für Unternehmen verringern, da eine Reihe von Steuerverpflichtungen wie die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen oder die Buchführung über Umsatzsteuer wegfallen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Erhöhung der Umsatzsteuergrenze die Einziehung der Steuer vereinfacht und den Arbeitsaufwand der nationalen Behörden verringert.


Niederlande | Gesetzesvorlage im Zusammenhang mit der USt.-Behandlung von Gutscheinen

Am 7. Juli 2017 legte der Staatssekretär für Finanzen dem Unterhaus einen Gesetzesentwurf über die umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen vor. Die Steuerbehörden wünschen eine Umsetzung der Novelle zum 1. Januar 2019. Die Änderungsvorschläge sollen die Verwirrung über die Umsatzsteuer auf mit Gutscheinen (z. B. Marken, Gutscheine und Geschenkgutscheine) bezahlten Waren und Dienstleistungen beenden.

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EU | Mitgliedstaaten erzielen keine Einigung über reduzierten USt.-Satz für E-Books

Die EU-Mitgliedstaaten konnten sich beim jüngsten ECOFIN-Treffen nicht darauf einigen, ob E-Books einen reduzierten Umsatzsteuersatz erhalten sollten, wie es mitunter bei gedruckten Büchern bereits der Fall ist.

Der größte Stolperstein war die Begriffsdefinition des E-Books, das im Gegensatz zum gedruckten Buch für Umsatzsteuerzwecke als Dienstleistung und nicht als Ware eingestuft wird. Entsprechend können laut Hinweis des Europäischen Gerichtshofs E-Books keinen reduzierten Umsatzsteuersatz erhalten, da sich dieser nur auf physische Bücher beziehen kann.

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Ungarn | Vorschlag zur Einführung der USt.-Erklärung in Echtzeit im Juli 2018

Mehrere EU-Mitgliedstaaten befassen sich seit einiger Zeit mit der Möglichkeit von Umsatzsteuererklärungen in Echtzeit, um die Einhaltungsraten zu verbessern und die Problematik der Steuervermeidung anzugehen, und einige Länder unternehmen diesbezüglich konkrete Schritte in diese Richtung.

Es sind jedoch vornehmlich die osteuropäischen Mitgliedstaaten, die sich um verstärkte Datenübermittlung bemühen, da sie im Vergleich zu ihren westlichen EU-Nachbarn an relativ geringen freiwilligen Einhaltungs- und Erfassungsraten bei der Umsatzsteuer leiden. Für Steuerzahler Polens und Litauens z. B. gilt derzeit die SAF-T-Übermittlung, und in Rumänien wurde mit einem umfangreich überarbeitetem Formular 394 im Oktober 2016 ein ähnliches System eingeführt.

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Saudi-Arabien | Veröffentlicht Umsatzsteuergesetze

Die Umsatzsteuergesetze, die im Januar 2018 in Saudi-Arabien wirksam werden, wurden hier veröffentlicht.

Obwohl es derzeit noch keine Übersetzung gibt, soll diese demnächst folgen.

Die VAE führen zum selben Zeitpunkt ebenfalls die Umsatzsteuer ein, d. h. die betroffenen Unternehmen haben nicht viel Zeit, sich ein Bild von den möglichen Auswirkungen zu machen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die anderen 4 GCC -Mitglieder haben bestätigt, dass sie die Umsatzsteuer nicht vor Januar 2019, also ein Jahr später, einführen werden.


Frankreich | Umsatzsteuer-Betrugspräventionssoftware wird ab Januar 2018 eingeführt

Ab dem 1. Januar 2018 müssen einige Unternehmen, die für Umsatzsteuerzwecke in Frankreich registriert sind, eine zertifizierte Umsatzsteuer-Betrugspräventionssoftware verwenden, die neue Anforderungen erfüllt.

Gemäß Artikel 286, Absatz 3 der französischen Abgabenordnung handelt es sich bei den betroffenen Unternehmen um Firmen, die für Umsatzsteuerzwecke in Frankreich registriert sind und die Zahlungen ihrer Kunden mithilfe einer Buchhaltungs- bzw. Verwaltungssoftware oder eines Kassensystems erfassen.

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Spanien | Einige Dienstleistungen unterliegen nun nicht mehr dem normalen Steuersatz von 21%

Seit Montag, dem 26. Juni 2017, unterliegen einige steuerpflichtige Dienstleistungen in Spanien nicht mehr dem normalen Steuersatz von 21 %, sondern dem ermäßigten Steuersatz von 10 %.

Dazu zählen Live-Kulturveranstaltungen (einschließlich Stierkämpfe) und Live-Unterhaltungsveranstaltungen (einschließlich Diskotheken).

Der Umsatzsteuersatz für diese Dienstleistungen lag früher bei 8 %, wurde jedoch im September 2012 auf den normalen Steuersatz von 21 % angehoben. Kinobesuche, Musikaufnahmen und elektronische Bücher sind von dieser Änderung allerdings nicht betroffen. Für sie gilt weiterhin der normale Steuersatz.