Umsatzsteuer-Neuigkeiten

Neuigkeiten zum Thema “Umsatzsteuer international”.


Frankreich | Prüfungen von Anträgen auf Mehrwertsteuererstattung

Artikel 17 des 2016 geänderten Finanzgesetzes berechtigt die französischen Steuerbehörden dazu, Prüfungen von Anträgen auf Mehrwertsteuererstattungen von Steuerzahlern in ihren eigenen Räumlichkeiten durchzuführen.

Zuvor standen französischen Steuerbehörden nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung: eine Prüfung der Konten und eine Prüfung der Unterlagen. Man hofft duch diesen neuen Ablauf die Anzahl von Betrugsfällen zu verringern.


Frankreich | Rückgang der Mehrwertsteuer auf Benzin

Über die nächsten fünf Jahre wird der Mehrwertsteuersatz auf Benzin schrittweise an den auf Diesel angewendeten Mehrwertsteuersatz angepasst.

Für Pkw beträgt der Rückgang im Jahr 2017 10 %, 20 % im Jahr 2018, 40 % im Jahr 2019, 60 % im Jahr 2020 und 80 % im Jahr 2021. Für Nutzfahrzeuge beginnt der Rückgang im Jahr 2018 mit 20 % und erreicht im Jahr 2022 100 %.


Frankreich | Einführung des neuen Reverse-Charge-Verfahrens auf Import-MwSt

Das geänderte Finanzgesetz des Jahres 2016 ermöglicht allen Steuerzahlern, einen Vorteil aus der Verlagerung der Steuerschuldnerschaft der Mehrwertsteuer auf Importe zu ziehen.

Ab 01.01.2017 können Importeure Güter einführen, ohne die Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt des Imports an die Zollbehörde zu leisten. Stattdessen wird die Mehrwertsteuer in der jährlichen Mehrwertsteuererklärung angegeben. Um aus dieser neuen Regelung Nutzen zu ziehen, werden die Importeure sich für eine Autorisierung bewerben müssen und vier gesetzlich festgelegte Bedingungen erfüllen müssen.


Saudi-Arabien | Neue Mehrwertsteuer-Reform genehmigt

Die saudisch-arabische Regierung hat eine Vereinbarung zur Mehrwertsteuer abgesegnet. Diese wurde von den Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrats (GCC) unterstützt und wird im ersten Quartal 2018 in Kraft treten.

Nach den Absprachen der sechs GCC-Mitgliedstaaten (Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) von Juni ist zu erwarten, dass für alle Produkte und Dienstleistungen (mit Ausnahme von bestimmten Gütern wie Lebensmitteln sowie des Bildungs- und Gesundheitswesens) ein Mehrwertsteuersatz von 5 % gelten wird.

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Uruguay | Verlängerung der Reduzierung des Umsatzsteuersatzes für elektronische Zahlungen

Das Wirtschafts- und Finanzministerium in Uruguay hat mit einer neuen Verordnung die Reduzierung des Umsatzsteuersatzes gemäß Gesetz Nr. 19210 verlängert.

Das neue Gesetz schreibt vor, dass mit elektronischen Mitteln (wie EC-Karten) bezahlte Transaktionen zu einem reduzierten Umsatzsteuersatz von 2 % unter dem Standardsatz steuerpflichtig sind. Diese Regelung gilt für Transaktionen mit Rechnungen bis zu einem Betrag von 4.000 indizierten Einheiten (ca. $500).

Die neue Verordnung ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.


GB | Import-Umsatzsteuergrenze für Geschenke für den persönlichen Gebrauch steigt ab 1. Januar 2017 auf 39 GBP

Das britische Finanzministerium (Her Majesty’s Revenue and Customs (HMRC)) hat eine Revalorisierung für die Import-Umsatzsteuergrenze für geringwertige Güter veröffentlicht, die von einer Privatperson an eine andere Privatperson versendet werden.

Dazu hat das Finanzministerium die Verordnung zur Umsatzsteuerbefreiung (Kleinsendungen nichtkommerzieller Art ) von 1986 ergänzt und die Wertgrenze für Geschenke ab 1. Januar 2017 von 34 GBP auf 39 GBP erhöht.

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Spanien wird zum 1. Juli 2017 ein System zur unmittelbaren Übermittlung von Informationen (SII, sistema de suministro inmediato) einführen.

Die spanische Regierung beschloss das Königliche Dekret 596/2016, das strengere Gesetze mit Hinsicht auf Unternehmensbesteuerung und Erhöhung der Steuereinnahmen fordert.

Obwohl es noch nicht offiziell abgeschlossen ist, kündigte die Regierung darüber hinaus ihre Zustimmung zum zweiten Königlichen Dekret an, das sich vorwiegend mit der USt. und der Einführung des SII befasst. Demnach müssen alle Monatsmelder (d. h. Teilnehmer im System REDEME oder umsatzstarke Unternehmen) ausführlichere USt.-Unterlagen elektronisch und "in Echtzeit" vorlegen und damit Informationen quasi unmittelbar und kontinuierlich übermitteln. Die Meldepflicht tritt mit Beginn des Zeitraums für die USt.-Erklärung, d. h. am1. Juli 2017 in Kraft, wobei die erste Erklärung Informationen ab dem1. Januar 2017 beinhalten muss.

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Intrastat-Update – Änderungen für 2017

Die Intrastat-Meldepflicht betrifft den grenzüberschreitenden Handel von Unternehmen innerhalb der Europäischen Union.

Sie dient der Erhebung von Statistiken über die innergemeinschaftlichen Warenbewegungen zwischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Pflicht zur Abgabe einer Intrastat-Meldung greift dann, wenn ein Unternehmen im grenzüberschreitenden Handel den von dem jeweiligen Mitgliedstaat festgelegten Schwellenwert überschreitet.

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