Umsatzsteuer-Neuigkeiten

Neuigkeiten zum Thema “Umsatzsteuer international”.



Griechenland | Einführung der Umlageregelung für inländische Transaktionen

Ab dem 1. August 2017 ist Griechenland der jüngste EU-Mitgliedstaat, der die ausgeweitete Umlageregelung in dem Versuch anwendet, die Steuerflucht in der Elektronikbranche anzugehen.

Die Maßnahme ist auf Transaktionen ausgerichtet, die die inländische Bereitstellung von Laptops, Tablet-Computern, Mobiltelefonen und Spielkonsolen involvieren.

Basierend auf dieser neuen Bestimmung liegt die Pflicht für den Umsatzsteuerausweis in Bezug auf solche Bereitstellungen beim Käufer der Waren, der sowohl die Vor- als auch Ausgangssteuer ausweist.

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Rumänien | Getrennter Zahlungsmechanismus

Dem Trend in Polen und Italien folgend hat das rumänische Finanzministerium neue Rechtsvorschriften zur Einführung eines getrennten Zahlungsvorgangs für die Umsatzsteuer vorgestellt, der den Umsatzsteuerbetrug eindämmen soll.

Gemäß den neuen Steuerbestimmungen wird der getrennte Zahlungsmechanismus mit einem optionalen Startdatum am 1. Oktober 2017 und obligatorischen Startdatum am 1. Januar 2018 eingeführt. Alle steuerpflichtigen Personen (einschließlich nicht-etablierter Unternehmen, aber ausschließlich von Privatpersonen) müssen getrennte und sichere Bankkonten eröffnen, die zum Empfang der Umsatzsteuerbeträge von ihren Kunden und für die Zahlung der Umsatzsteuer an ihre Lieferanten verwendet werden. Der erhaltene nicht-umsatzsteuerpflichtige Einkommensanteil oder getätigte Zahlungen werden an oder von jedem normalen Bankkonto aus durchgeführt. Deshalb müssen alle Zahlungen, bei denen Umsatzsteuer anfällt, „getrennt“ werden und die entsprechenden, unterschiedlichen Anteile müssen an das entsprechende Bankkonto gezahlt werden.

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EU | Fall von Reihengeschäften am Europäischen Gerichtshof

Der Europäische Gerichtshof („EuGH“) hat in einem neuen Fall (C-386/16 UAB ‚Toridas‘)erneut seine Position zu Reihengeschäften bestätigt, die mit solchen Arten der Bereitstellung zu tun haben.

Gleichzeitig ist der Fall eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, das ganze Ausmaß der Lieferkette zu verstehen, an der Sie teilhaben. Toridas ist ein in Litauen basiertes und für Mehrwertsteuerzwecke registriertes Unternehmen, das tiefgefrorenen Fisch an Megalain, einem in Estland basierten und für Mehrwertsteuerzwecke registriertes Unternehmen, geliefert hat. Die beiden Unternehmen hatten eine Kooperationsvereinbarung, in der festgelegt war, dass Megalain die Waren nicht später als 30 Tage nach dem Verkauf durch Toridas aus Litauen heraus zu transportieren. Das von Megalain normalerweise befolgte Verfahren nach dem Kauf der Fische war der unmittelbare Wiederverkauf und Transport an seine Endkunden in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Es wurde jedoch bemerkt, dass in einigen Fällen die Waren zur Bewertung und Verpackung erst in eine litauische Einrichtung geschickt wurden.

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VAE | Update zur Umsatzsteuereinführung

Der Präsident der VAE hat das Bundesgesetz Nr. (8) 2017 zur Umsatzsteuer erlassen. Es legt das Fundament für das neue Umsatzsteuersystem, weil es die Verwaltung und Erhebung der Steuer regelt und die Rolle der Bundessteuerbehörde (Federal Tax Authority, FTA) genau festlegt.

So wie Saudi-Arabien werden die VAE das Umsatzsteuersystem am 1. Januar 2018 einführen, wobei der Umsatzsteuersatz bei 5 % liegen wird. Der Schwellenwert für die Registrierungspflicht wird allem Anschein nach 375.000 AED betragen. Unternehmen, die Lieferungen tätigen, deren Wert sich auf mindestens 50 % dieses Betrags beläuft (187.500 AED), können sich freiwillig für die Umsatzsteuer registrieren. Unternehmen, die hauptsächlich umsatzsteuerbefreite Lieferungen vornehmen, müssen sich nicht für die Umsatzsteuer registrieren.

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Polen | Einführung von gespaltenen Zahlungen ab dem 1. Januar 2018.

Die polnischen Steuerbehörden veröffentlichten einen Gesetzesentwurf, mit dem zum 1. Januar 2018 das Verfahren der gespaltenen Zahlung in die polnischen Gesetze zur Umsatzsteuer aufgenommen wird.

Kurz gesagt wird es Lieferanten durch diese neue Vorschrift ermöglicht, neben ihrem normalen Bankkonto ein besonderes “Umsatzsteuerkonto” zu eröffnen. Bei B2B-Transaktionen werden Kunden dann die Möglichkeit haben, die von Ihnen zu zahlende Umsatzsteuer auf dieses Konto anstelle des Kontos des Lieferanten zu überweisen. Die polnische Steuerbehörde wird die Zahlung anschließend unmittelbar diesem Umsatzsteuerkonto entnehmen, wenn die Umsatzsteuer üblicherweise fällig ist.

Nach dem Gesetzesentwurf wird das Verfahren der gespaltenen Zahlung auf freiwilliger Basis eingeführt, wobei der Käufer für jede Rechnung die Wahl hat, die Zahlungen zu spalten. Sämtliche auf diesen Umsatzsteuerkonten verwahrten Barmittel werden verzinst und werden als steuerpflichtiges Vermögen des Lieferanten behandelt. Sie werden jedoch ausschließlich zu folgenden Zwecken eingesetzt:

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Kroatien | Erhöhung der USt.-Grenze

Die kroatischen Steuerbehörden haben in einem Brief an die Europäische Kommission um Genehmigung gebeten, ab dem 1. Januar 2018 die nationale Umsatzsteuerschwelle auf 45.000 EUR (bzw. den entsprechenden Betrag in der Landeswährung zum Wechselkurs am Beitrittstag) zu erhöhen.

Die derzeitige Umsatzsteuergrenze beträgt 35.000 EUR. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass dieser Grenzwert nur für kroatische und nicht für ausländische Firmen gilt. Durch die Erhöhung der Steuergrenze sollen sich Verwaltungsaufwand und Steuerbefolgungskosten für Unternehmen verringern, da eine Reihe von Steuerverpflichtungen wie die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen oder die Buchführung über Umsatzsteuer wegfallen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Erhöhung der Umsatzsteuergrenze die Einziehung der Steuer vereinfacht und den Arbeitsaufwand der nationalen Behörden verringert.


Niederlande | Gesetzesvorlage im Zusammenhang mit der USt.-Behandlung von Gutscheinen

Am 7. Juli 2017 legte der Staatssekretär für Finanzen dem Unterhaus einen Gesetzesentwurf über die umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen vor.

Die Steuerbehörden wünschen eine Umsetzung der Novelle zum 1. Januar 2019. Die Änderungsvorschläge sollen die Verwirrung über die Umsatzsteuer auf mit Gutscheinen (z. B. Marken, Gutscheine und Geschenkgutscheine) bezahlten Waren und Dienstleistungen beenden.

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EU | Mitgliedstaaten erzielen keine Einigung über reduzierten USt.-Satz für E-Books

Die EU-Mitgliedstaaten konnten sich beim jüngsten ECOFIN-Treffen nicht darauf einigen, ob E-Books einen reduzierten Umsatzsteuersatz erhalten sollten, wie es mitunter bei gedruckten Büchern bereits der Fall ist.

Der größte Stolperstein war die Begriffsdefinition des E-Books, das im Gegensatz zum gedruckten Buch für Umsatzsteuerzwecke als Dienstleistung und nicht als Ware eingestuft wird. Entsprechend können laut Hinweis des Europäischen Gerichtshofs E-Books keinen reduzierten Umsatzsteuersatz erhalten, da sich dieser nur auf physische Bücher beziehen kann.

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