CEO-Blog

Umsatzsteuer-Blog des Geschäftsführers, Nicholas Hallam.


Zeitschrift Financial Director: MOSS-Verfahren sollte auf Eis gelegt werden

Nicholas Hallam hat in der britischen Zeitschrift Financial Director einen interessanten Artikel geschrieben.

Darin erklärt er die aktuellen Fragestellungen zur Erweiterung des kontroversen MOSS-Verfahrens (Mini-One-Stop-Shop), das im Januar 2015 für elektronisch erbrachte Dienstleistungen eingeführt wurde. Der Artikel bezieht sich besonders auf die öffentliche Konsultation, die von der Europäischen Kommission zum Thema Umsatzsteuermodernisierung für Online-Handelsunternehmen gestartet worden ist.

Momentan ist er nur online zu lesen, er wird jedoch auch später im Oktober in der Printausgabe erscheinen.

Den vollständigen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier.


Accountancy Age – Corbyn und Labour Party uneinig über regressive Umsatzsteuer

Accordance hatte vor Kurzem einen Auftritt bei Accountancy Age: Unser CEO, Nicholas Hallam, erörtert in seinem Artikel die Schwierigkeiten von Jeremy Corbyn, die Labour-Politik zur „regressiven“ Umsatzsteuer und deren Wirksamkeit zur Erhöhung der Steuereinnahmen miteinander in Einklang zu bringen.

Die Aufregung um den „Betrug“ in dem Fall der Flughafenumsatzsteuer hat die Frage aufgeworfen, wie die Labour Party – und Corbyn, wenn er als Vorsitzender gewählt wird – ihre Umsatzsteuerpolitik gestalten wird. Corbyn hat in der Vergangenheit gegen eine Umsatzsteuererhöhung gestimmt und versichert, das Steuersystem „progressiver zu gestalten, damit die Reichsten auch am meisten Steuern bezahlen, nicht nur absolut, sondern auch verhältnismäßig.“

Laut Nick Hallam besteht hier jedoch ein Konflikt, weil die Umsatzsteuer viel effizienter einzunehmen sei als die Einkommens- oder Körperschaftssteuer.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.


Zurück zu den E-Books; Moscovici äußert sich zu MOSS

Mein Kollege Rob Janering hat gerade eine schlagkräftige Analyse der neuesten Entwicklungen in der Kontroverse über Umsatzsteuer auf E-Books herausgebracht.

Janering merkt an, dass Italien sich wagemutig gegen die Kommission gestellt hat, indem es im letzten Jahr dem Beispiel von Frankreich und Luxemburg gefolgt ist und den Umsatzsteuersatz auf E-Books beträchtlich gesenkt hat. Immerhin wurden Frankreich und Luxemburg für ihre Taten vor den EuGH gestellt. Wie es aussieht, lässt sich Italien jedoch nicht von Drohungen der Kommission beeindrucken. Ich frage mich, ob der Fakt, dass Luxemburg involviert ist, Italien ermutigt hat, diesen Schritt zu gehen. Als Premierminister des Herzogtums vertrat Jean-Claude Juncker, jetzt Präsident der EU-Kommission, eine inzwischen berüchtigte Steuerpolitik. Vielleicht zweifeln nun deshalb die Italiener an der Glaubwürdigkeit der Kommission, in dieser Sache für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Wir erinnern uns: Juncker bremste im Alleingang die Entwicklung des MOSS-Verfahrens für elektronische Dienstleistungen, da die Reform den Interessen seines Landes widersprach.

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Update aus Brüssel – Standard-Mehrwertsteuererklärung auf der Kippe?

Nach meinem Blog-Eintrag von letzter Woche hörte ich kürzlich die Rede des Referatsleiters für Mehrwertsteuer der EU-Kommission, Donato Raponi, zum Thema „New Commissioner, new Strategy?“ („Neuer Kommissar, neue Strategie??).

Ich hatte eine solide Neuformulierung bestehender Pläne erwartet – besonders hinsichtlich der Standard-Steuererklärung. Es sollte alles ganz anders kommen. Zuerst muss ich ich jedoch erwähnen, dass noch kein Gespräch zwischen Raponi und M. Moscovici (dem neuen Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll) stattgefunden hat. Raponi erwarte aber keine großen Umbrüche in der Mehrwertsteuerpolitik. Er erwähnte aber, dass Moscovici Sozialdemokrat sei – aus dem Tonfall des Redners entnahm ich dessen Besorgnis, dass für Moscovici die Mehrwertsteuer vermutlich nicht zu den dringendsten Steueranliegen gehöre.

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Der neue Chef – Pierre Moscovici

Nach einer kurzen Zeit des Schwankens wurde im September der neue EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll ernannt: Pierre Moscovici, bis vor kurzem Finanzminister Frankreichs, hat seinen neuen Posten am 01. November angetreten.

Seine Berufung ist von großer Bedeutung für die neu gewählte Europäische Kommission unter Jean-Claude Juncker.

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Umsatzsteuer im E-Commerce – Zukunftsaussichten und Tagesseminar

Die explosionsartige Entwicklung des Online-Handels hat vielen Unternehmen zusätzliche Märkte im Ausland eröffnet, die vorher auf die Verkäufe in ihrem eigenen Land beschränkt waren.

Fernabsatzhändler – von klein bis groß – verkaufen ihre Waren nun direkt an die EU-Bürger und erreichen so Umsatzvolumen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären.

Das ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung – allerdings gibt es mindestens einen problematischen und risikobehafteten Aspekt, wenn Sie groß in den grenzüberschreitenden Handel einsteigen: Umsatzsteuer. (Steuern können eine wahre Spaßbremse sein!)

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Was bedeutet Juncker für die Umsatzsteuer?

Plötzlich fühlt man sich im Vereinigten Königreich einem EU-Austritt nahe.

Ein konservativer Wahlsieg im nächsten Jahr, eine Stimme gegen eine weitere EU-Mitgliedschaft in Camerons versprochenem Referendum 2017, und alles ist vorbei. Also: Vielleicht ist die wirklich ernste Frage die wir uns im Vereinigten Königreich zur USt. stellen müssen: Was geschieht mit dem indirekten Steuersystem, wenn wir aus der EU austreten? Es ist eine große Frage.

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Ein Schreiben der Regierung

Bereits im April mailte ich David Gauke (Schatzsekretär des Finanzministeriums) und fragte ihn nach der aktuellen Meinung der britischen Regierung über die USt.-Harmonisierung.

Ich nörgelte an Herrn Gauke herum, weil er im Parlament ein paar Aussagen zu dieser Angelegenheit gemacht hat – vor allem schien er Misstrauen und Skepsis gegenüber der Standard USt.-Erklärung.zum Ausdruck gebracht zu haben. Ich habe mich gefragt, was er aus der jüngsten Annahme des Gesetzesvorschlags des Europäischen Parlaments gemacht hat.

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Die Wahlen zum Europäischen Parlament und die UST.

Die Menschen in Europa haben gesprochen, und, wie jeder, hat ihr Hund seit Monaten vorhergesagt, dass das Projekt der EU eines „immer näheren Zusammenrückens“ der EU-Mitgliedsstaaten zu Aufruhr führt.

Ein Sammelsurium von Anti-EU-Parteien wurden ins Europäische Parlament gewählt, allein Griechenland hat sowohl die Kommunisten als auch die Faschisten zurückgebracht. Es ist bittere Ironie, dass die EU selbst diese Art von Extremismus zu fördern scheint, die sie abschaffen möchte .

Wie ich bereits im November schrieb, haben die Parteien der Euroskeptiker nur wenig gemeinsam, außer einem Hass gegen Brüssel. Deshalb ist es fraglich, wie effektiv sie bei der Reform einer EU-Institution positiv zusammenarbeiten werden. Aber wir können von der Kommission mit Sicherheit ein Gesetz zur Förderalisierung mit einem sehr harten Kurs erwarten. Es könnte zu einem Infarkt werden.

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