Luxemburg | Steuerreform 2017 und Änderung der Umsatzsteuer ab 1. Januar 2017

Das Luxemburger Parlament hat neue Regeln für die Strafen eingeführt, die bei Fehlern in einer Umsatzsteuererklärung verhängt werden können. Sie lauten wie folgt:

Pauschale Strafen

Diese können verhängt werden, wenn Umsatzsteuerpflichten nicht erfüllt werden (d. h. Umsatzsteuererklärung nicht eingereicht, Zahlungsverzug usw.). Früher betrugen pauschale Geldstrafen höchstens 5.000 EUR, jetzt jedoch maximal 25.000 EUR.

Hinterziehung von Umsatzsteuer

Für Personen, die die Zahlung von Umsatzsteuer umgehen oder eine nicht regelgemäße Erstattung der Umsatzsteuer erwirken, wird die Geldstrafe von 10 % des entsprechenden Betrags auf 50 % erhöht.

Strafe für schweren Betrug

Falls betrügerische Handlungen zur Vermeidung der Umsatzsteuerzahlung oder zur gesetzeswidrigen Erwirkung einer Umsatzsteuererstattung erkannt und nachgewiesen werden, können diese mit 1 bis 3 Monaten Freiheitsentzug und einer Geldstrafe zwischen 25.000 EUR und dem sechsfachen Betrag des hinterzogenen oder fälschlicherweise rückerstatteten Betrags geahndet werden.

Das Luxemburger Parlament möchte mit diesen Änderungen die Umsatzsteuerlücke reduzieren. Zweck dieser Bestimmungen ist also die Einführung strengerer Maßnahmen für die Bekämpfung von Umsatzsteuerbetrug und Steuerhinterziehung.