EU-Kommission informiert über E-Book-Umsatzsteuer

Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation über die Anwendung ermäßigter Umsatzsteuersätze auf elektronisch bereitgestellte Veröffentlichungen eingeleitet.

Derzeit unterliegen diese Veröffentlichungen dem Standard-Umsatzsteuersatz. Gedruckte Veröffentlichungen (d. h. Zeitungen, gebundene Bücher usw.) sind hingegen zu einem ermäßigten Satz besteuert.  Infolgedessen gibt es eine Diskrepanz zwischen der Besteuerung von Produkten, die für viele Menschen gleich sind (und nur in unterschiedlichen Formaten bereitgestellt werden).

Die Konsultation soll es der EU-Kommission ermöglichen, bis Ende 2016 Gesetzesvorschläge für die Vereinheitlichung der Umsatzsteuersätze auf elektronische und gedruckte Veröffentlichungen einzubringen.  Diese Maßnahme wird wahrscheinlich von den Mitgliedsstaaten begrüßt werden, da einige bereits entsprechende Änderungen umgesetzt haben. (Italien und Belgien wenden derzeit andere Steuersätze an. Frankreich und Luxemburg machten dies vor ein paar Jahren, führten dann jedoch wieder unterschiedliche Steuersätze ein.)  Außerdem wird sie höchstwahrscheinlich auch von der Verlagsbranche positiv aufgenommen. Die Diskrepanz führt nämlich zu einigen Komplexitäten im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer, die durch diese Änderung beseitigt werden könnten.